16. Mai 2012, von Anne

Neues, Neuschnee, Neuankömmlinge

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

 

Muotathal am 16. Mai

Was gibt es Neues aus dem Muotital? Nun, das Wetter hält, was der Wetterbericht versprochen hat – Schnee bis auf 700 Meter! Der Talbetrieb Obermatt auf 650 m.ü.M blieb bisher vom Schnee verschont, die Weiden sind (noch) grün. Draußen sind ungemütliche drei Grad, eigentlich ideales Bürowetter. Die Herde weidet trotzdem draußen und würde protestieren, liesse man sie über Tag im Stall. So fressen Kühe und Kälber ihr Gras heute wohl mit etwas Glace dazwischen. 

 

 

Rotmatt am 6. Mai 2012

Auch die Rotmatt ist seit heute wieder weiß! Vor zehn Tagen sind Markus und ich nach oben gewandert und es lag zu meiner großen Freude kaum noch Schnee. Eigentlich wollten wir in den nächsten Tagen mit den Vorbereitungsarbeiten starten, Weideunkräuter bekämpfen, Zäune wieder errichten, Putzen, Aufräumen und Ähnliches, aber das müssen wir wohl erst einmal verschieben. Ob wir wie geplant nach Pfingsten auffahren können?

 

 

 

Klein - aber oho!

Haben Sie schon einmal erlebt, wie es ist, wenn Kälbchen zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Weide kommen? Ich bis dahin nicht und war von dem rührend-dramatischen Geschehen ganz ergriffen. Ausgestattet mit Halskette und daran befestigtem Seil wurde eins nach dem anderen langsam aus dem Stall bugsiert – mehr geschoben und gezogen als auf eigenen Beinen voran geschritten kamen sie ins Freie. In der nächsten Stunde wechselten sich blindes Hin- und Herschießen, wilde Bocksprünge und erstes, zaghaftes Knabbern am Gras miteinander ab. Kälber sehen zuerst wirklich fast nichts, sind geblendet von der Helligkeit und würden ohne den Halt am Seil davonrennen und schlimmstenfalls ins nächste Bachtobel fallen. Die vier haben sich schnell an all das Neue gewöhnt und sind schon am nächsten Tag selbständig auf die Weide gegangen. Nun laufen sie bei den Großen wie Kühe im Miniformat mit.

 

Morgen ist Auffahrt, Himmelfahrt, Feiertag – und hier im Tal wird in der Messe für einen gesegneten Alpsommer gebetet. Ehrensache, dass Markus und ich dorthin gehen. Nur die Kühe werden wir etwas früher melken müssen, damit wir rechtzeitig in der Chilä sind.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Feiertag.

 

Ihre Anne Weber

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13. Mai 2012, von Mélanie

Le fermage continue

Hello,

 

Aujourd’hui et hier, nous sommes montés au chalet pour continuer à fermer. Le temps n’était pas excellent pluie et vent au programme. Heureusement le moral est au beau fixe.

 

Ces jours, nous avons de l’aide :-)

 

Aujourd’hui, Nici est montée à la Chaux et moi à Luan. C’est une montagne qui part du chalet qui est à 1’580 m. jusqu’à 2’000 m. d’altitude. Nous y mettons les modzons durant l’été. Mais nous devons tout clôturer le tour de la montagne car il y a le vide de chaque côté.

 

Nous y sommes montés pour lever les piquets. Chaque automne, nous devons les enlever pour qu’ils ne se cassent pas à cause de la neige.

 

Cet hiver, il y a eu beaucoup de neige et nous avons beaucoup d’arbres qui sont tombés sur la haie. :-(

 

Voilà donc cette semaine au programme, nous continuons de fermer.

 

A bientôt pour de nouvelles news.

 

Mélanie

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10. Mai 2012, von Nadja

Di erschte Bote vom Bärgfrüelig

Liebi Leserinne, liebi Leser

 

I schribe nomau chli uf Bärndütsch. Äs tüecht mi, i cha besser verzeue, wies eim z Muet isch. Sit zwe Wuche isch ar Site wieder chli Läbä ikehrt. Mir si am putze, zuune u Chäuer wäsche. So langsam fahts aune afah chrible im Buuch u mi fröit sech uf die Zit wo chunnt. I ha probiert äs Värsli z schribe. :-)

 

Langsam aber sicher wirds Summer,

äs macht mer nümme Chummer.

Dr Schnee isch fasch aue furt

Die erschte Blüemli

u äs geit ä miude Luft.

 

D Krokusse hei afa spriesse

u o d’Zitröseli chöme z schiesse.

Das isch äs dütlechs Signau,

äs geit los, scho gli ämau.

 

D Senne si am zuune

u dr Gugger isch am stuune.

Är rüeft fasch Tag u Nacht,

das git eim nöii Chraft.

 

Äs isch no dr ganz Summer viu Arbeit z mache;

Längwili – das wär ja zum Lache!

Krokusse

 

I hoffe, dir chöit das läsä.

I hautenech ufem Loufende…

 

Liebs Grüessli

Nadja

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09. Mai 2012, von Anne

BEAPferd 2012 – Wir waren dabei!

Liebe Leserinnen und Leser

 

Vor anderthalb Wochen fiel der offizielle Startschuss für die Alpgeschichten 2012 – auf der BEAPferd in Bern.

 

Markus und ich machten uns mit dem Töff auf die Reise – unsere erste Ausfahrt in diesem Jahr und gleich soviel Kilometer auf der Autobahn. Aber alles ging glatt, nur mein Füdli schmerzte…

 

Auf der BEA, am Messestand der Switzerland Cheese Marketing AG trafen wir auf Elisabeth und Franz von der Alp Mettmen und Martin Rüegsegger von der Dachmarkenorganisation Schweizer Alpkäse. Nachdem die beiden Männer passendes Gewand angelegt hatten (wir Frauen trugen bereits das Richtige, das Gschpüri eben), stürzten wir uns ins Messegetümmel.

Markus im Gespräch mit Besuchern der BEA

 

Ausgestattet mit einem druckfrischen Stapel Alpgeschichten-Postkarten luden wir Jung und Alt, Frau und Mann, Familien, Pärchen, Singles, Grosis, Dickbäuchige, Langhaarige, Grossfüssige und das ganze bunte Messevolk dazu ein, unsere Alpgeschichten zu lesen und uns den Alpsommer hindurch zu begleiten.

 

DANKE für Ihr Interesse, Ihre Fragen und Ihre Offenheit. Es war eine Freude mit Ihnen zu reden!

 

Elisabeth und Franz – schön, dass wir Euch persönlich kennenlernen konnten. Wir wünschen Euch einen guten Alpsommer!

 

Martin Rüegsegger und Team – danke für Euer Engagement und die währschafte Verpflegung!

 

 

Viele Grüsse von Anne und Markus

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09. Mai 2012, von Mélanie

Le fermage commence

Bonjour à tous,

 

La neige a fondu de moitié en une semaine. Dimanche, Florian et moi avons pu commencer à taper les piquets ainsi que hier.

 

Sa maman Nici est montée au chalet pour commencer à le récurer. Eh oui, chaque printemps, il faut récurer les chambres, la cuisine et le tranchage ainsi que tout le matériel de fabrication, les conduites à traire et les abreuvoirs pour que tout soit nickel lorsque nous montrons avec les bêtes.

 

Malheureusement, il y a souvent des surprises que nous retrouvons le printemps. Durant l’hiver les souris et leurs amis les petites-bêtes aiment bien se réfugier dans le chalet. Donc Nici a retrouvé 1 kilo de farine à la grange ! 8-O Enfin c’est la vie de chalet.

 

Aujourd’hui, je reste à Rougemont. Je m’occupe de sortir les vaches dans les 2 écuries et 1 écurie de modzon. Florian, sa maman et son petit frère Rodolf sont montés au Chalet.

 

Samedi, l’employé Blazej arrive en bus depuis la Pologne. Nous nous réjouissons de le revoir.

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