Oberstockenalp

E schöne un gfehlige Alpsummer isch z End.

Auf Wiedersehen im Alpsommer 2018.

Viele Eindrücke und Erinnerungen gehen mir durch den Kopf, wenn ich an die Alpzeit 2017 denke. Ich bin dankbar, konnten wir Ende September alle Kühe, Rinder, Kalber und Schafe wohlauf und gesund den Bauern übergeben und darüber hinaus sogar drei kleine Kälblein mehr in die Anhänger laden. Diese sind durch den Sommer auf der Alp gesund und munter auf die Welt gekommen. Ganz herzig war auch die Geburt von zwei Lämmern auf dem Strüssligrat. Zufälligerweise hat gerade am Tag der Geburt im September ein fleissiger Schafbauer die Zwillingsschafe entdeckt und diese im Rucksack inkl. der frischgebackenen Schafmutter nach Hause genommen.

Das schöne Frühlingswetter, der heisse Sommer und der traumhafte Oktober haben uns eine erfolgreiche Saison im Berggasthaus beschert. Wir konnten mit unseren Angestellten Chrigi und Sarah auf angenehme und zuverlässige Hilfen zurückgreifen.  Auch unsere Kinder haben fleissig in ihrer Freizeit angepackt. Viele gesellige Stunde konnten wir mit unseren Gästen verbringen. Auch unser Matratzenlager war gut ausgelastet mit Familien, Fischern, Vereinen oder Schulklassen. Bei schönem Wanderwetter wurde unsere Alphüttenterrasse stets gut besucht.

Über 14`000 kg Milch haben wir verarbeitet, hauptsächlich zu Alpkäse. Auch Mutschli, Weichkäse, Frischkäse, Alpbutter, Joghurt und Nidletäfeli usw. konnten wir von der feinen Alpmilch herstellen. Auch wenn wir schon so viele Jahre auf die Oberstockenalp zBärg gehen, ist es immer wieder eine grosse Freude, aus der Milch mit dem feinen Aroma und aus frischen Alpenkräutern so viele Produkte herzustellen und unseren Gästen aufzustellen und auch selber zu schlemmen.

Ein grosses Echo hat der Gewinn des 1. Preises beim Hartkäse an der Olma bei der Alpkäseprämierung ausgelöst. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Es ist eine grosse Wertschätzung unserer jahrelangen Arbeit. Bravo Werner! Du hast es verdient.
Deine Genauigkeit, Ausdauer und Gewissenhaftigkeit bei der Herstellung und der Pflege im Keller durch das ganze Jahr und der gutgrasige Berg mit den vielseitigen Kräutern haben zu diesem Erfolg geführt. Natürlich ist uns bewusst, dass es auch viel Glück braucht um ganz zuoberst auf dem Podest stehen zu dürfen.

 

Unzählige Wetterstimmungen haben wir beobachtet. Etliche Begegnungen mit wilden Tieren durften wir erleben. Livia konnte den Steinadler ganz nah fotografieren. Viele Gämsen, Murmeli, Wieseln usw. haben unsere Augen erfreut. Es lohnte sich beim Auftauchen der Wildtiere den Feldstecher hervor zu nehmen und sich die Zeit für eine kurze Beobachtung zu nehmen.

 

Wenn wir schon bei den Tieren sind.. herzig sind die Mäuse schon, jedoch kamen sie diesen Sommer so zahlreich vor, dass es schon lästig wurde. Fast jeden Tag haben wir eine Maus in der Falle im Käsekeller rausgeholt. Zum Glück konnten die Mäuse den Alpkäse auf den Käsebänken nicht anknabbern, lediglich das Gemüse und die Früchte haben die Allesfresser ab und zu angefressen, pfui!

Jetzt ist es Zeit den Berg zu verlassen und das Leben im Tal zu gestalten. Werner übt seit dem 1. Oktober wieder seinen erlernten Beruf als Zimmermann aus. Ich selber ordne all die vielen Dinge wieder an sein Plätzchen, wie auch erledige ich die Büroangelegenheiten. Unser Haus in Erlenbach wie auch der Umschwung haben einige Pflege nötig um wieder in Schwung zu kommen. Wir leben ein spannendes und abwechslungsreiches Leben mit zwei Wohnsitzen. Jedoch bringt es viel Mehraufwand mit sich. In finanzieller und aufwändiger Hinsicht. Viele Haushaltutensilien besitzen wir doppelt. So muss schon einiges nicht gezügelt werden.

All diese Umstände nehmen wir in Kauf, mit dem Wissen, dass wir ein privilegiertes Zuhause besitzen und unser eigen Herr und Meister sein dürfen.

Herzlichen Dank an alle Leserinnen und Beobachter der Alpgeschichten. Herzlichen Dank an Alexandra  für die Bilddrehungen und Martin für die Gelegenheit hier unsere Emotionen und Gedanken aufzuschreiben.
Gerne begrüssen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf der Oberstockenalp im nächsten Jahr.

Herzlich,

Vreni Werner Ruedi Livia Luisa Anna
Bühler aus dem Simmental

I

 

Vreni und Werner Bühler
02. November 2017 - 20:30
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