Alp Schwandi/Laub

Zum Schluss Hexenschuss…

… und Zwillinge!

Unsere letzten Tage auf Schwandi waren noch sehr aufregend und dramatisch. Alles begann damit, dass David sich einen Hexenschuss zuzog und immer Schmerzen im Rücken und bald auch im ganzen Körper hatte. Tja und was macht man da? Auf so einer Alp kann man ja nicht einfach mal ein paar Tage ausfallen, weil man krank ist. Die Kühe haben leider kein Verständnis, wenn sie einfach nicht gemolken werden. Und auch der Käse macht sich ja nicht von allein. Andererseits, wenn der Körper nicht mehr kann, dann kann er nicht mehr.  Aber zum Glück hat uns Hans in dieser schwierigen Situation ausgeholfen. David wurde also ins Bett verfrachtet und Hans kam jeden Morgen und Abend um mir beim Melken zu helfen. So haben wir die letzten Tage und die Arbeit dann doch noch gut zusammen geschafft. Eine schöne Überraschung zum Schluss gab es dann auch noch von Bianca: Sie hat Zwillings-Kälber bekommen. Die beiden Kuh-Kälber Rosa und Rina wurden gesund, was bei Zwillingsgeburten nicht selbstverständlich ist, auf der Weide geboren. Und am nächsten Tag ging es für uns dann schon zum ersten Mal runter von der Alp. Das Leben im Tal rief und wir mussten nach Wien um uns dort für unser Studium einzuschreiben und eine Bleibe dort zu finden. Ein ganz schöner Kulturschock: Direkt vom Berg in die Großstadt! Oben auf Schwandi übergaben wir die Kühe und die Käseharfe in die Hände von Sepp, der die Alp zu Ende gemacht hat. Zum Glück wussten wir aber, dass wir zum Alpabzug noch mal zurückkommen würden. So war der Abschied von der Alp zwar schwer, aber doch nicht zu sehr.

Lea Kluge
17. Oktober 2017 - 20:12
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