Alp Schwandi/Laub

Ein Rezept zum Zäune bauen

Nachdem wir den Käsespeicher (erstmal) ausreichend gefüllt haben, machen wir jetzt eine Käsepause und lassen die Milch vom Käser im Dorf zu Sbrinz AOP verarbeiten. Langweilig wird uns aber trotzdem nicht. Die Alpenweiden verlangen nach unserer Aufmerksamkeit. Alle Weiden oben auf Laub müssen mit Stacheldraht eingezäunt werden.
Wie baut man also Stacheldraht Zäune? Man nehme:

 - viele neue Zaunpfähle,

- noch mehr Agraffen (in Deutschland Krampen),

- ein Quad (um Zaunpfähle und Material zu transportieren)

- einen großen Hammer (zum Zaunpfähle einschlagen),

- einen kleinen Hammer (um Agraffen einzuschlagen),

- eine Zange (um missglückte Agraffen wieder heraus zu ziehen)

- gute Handschuhe (um die Hände vor Stacheldraht-Stacheln zu schützen)

- 2 Älpler

- Äpfel und viel Schokolade

- einen gelangweilten Hund

- reichlich Mukkis in den  Armen und Beinen

Dazu dann noch einige Tage mit (bestenfalls) Sonnenschein und einen großen Schuss Motivation und *zack* schon stehen die Zäune für den kommenden Sommer.

Lea Kluge
08. Juli 2018 - 11:58
5

Kommentare

5 Kommentare

Maria
09. Juli 2018
07:59 Uhr

wenns den nur so einfach ginge in den steinigen trockenen Boden Holzpfähle zu rammen , aber mit vom käsen nur so von Kraft strozenden Muskeln ,soviel positiver Energie und eurer Erfahrung da kann es den Zaunpfählen nur Angst werden ! Einen guten Alpsommer Euch allen Maria

Marcel
09. Juli 2018
17:11 Uhr

Hallo Lese ich richtig? Ihr zäunt mit Stacheldraht? Wie gross ist das Verletzungsrisiko bei Tier und Mensch? Stacheldraht ist doch verboten, mindestens in einzelnen Kantonen. Ist Stacheldraht bei euch im Kanton üblich?

lkluge
12. Juli 2018
19:57 Uhr

Hallo Marcel, Ja du hast richtig gelesen, auf Alp Schwandi und Laub zäunen wir mit Stacheldraht und auch mit Elektrozaun. Im Kanton Obwalden ist Stacheldraht nicht verboten und bei uns in der Gegend recht üblich. Aus eigener Erfahrung sehe ich kein erhöhtes Verletzungsrisiko für unsere Tiere wenn die Zäune gut gemacht sind. Viel höher ist das Risiko wenn ein Tier durch einen Zaun geht und im schlimmsten Fall zu Tode stürzt. Als Zäunebauender Mensch muss man schon aufpassen wenn man mit Stacheldraht arbeitet. Das müssen wir aber auch wenn wir den 5 Kilo schweren Hammer schwingen oder in sehr steilen Gelände unterwegs sind. Und damit sich nach dem Alpsommer kein Wanderer oder Wild verletzt werden die Zäune im Herbst wieder abgelegt.

Marcel
17. Juli 2018
17:06 Uhr

Herzlichen Dank für die Antwort betreffend Stacheldraht. Ich war leider schon dabei als ausgeschlipfte Rinder, sich total im Stacheldraht verkrallt haben. Mir steckt das klägliche Muhen heute noch in den Ohren. Gefährlich ist Stacheldraht auch für Wildtiere, Hunde und Wanderer. Unverständlich, dass sogar der Bundesrat Stacheldraht gesetzlich fördert. Ist doch viel umständlicher, neue Stacheldrahtzäune zu legen. Oder werden die Stacheldrahtzäune bei euch im Herbst einfach auf den Boden gelegt? Will nicht nur melkern, würde mich sogar aberbieten, beim neutralen Zäunen zu helfen! Gruss Marcel

lkluge
22. Juli 2018
19:22 Uhr

Hallo Marcel, Gerne kannst du zu uns kommen und die Stacheldraht Zäune abbauen und ersetzen. Wenn es dir erst ist dann schreib mir eine E-Mail an Lea.kluge@posteo.de und dann klären wir alles weitere. Lieben Grüß vom Pilatus