Alp Schwandi/Laub

Übers Wetter

Passend zum Kälteeinbruch, der uns dieses Wochenende fröstelige Temperaturen um die Null Grad beschert hat, teilt David seine Gedanken zum Wetter.

Ständig hat man damit zu tun. Wetter ist immer. Mal sonnig, mal regnerisch, mal kalt, mal warm, etc. … und schnell ist es dann zu kalt oder zu warm oder zu nass. Auf jeden Fall kann man sich gut darüber unterhalten. Auch wird Wetter gerne in ‚gut‘ = Sonne und ‚schlecht‘ = Regen eingeteilt.

Aber ich als Älpler, soll ich dann schlechte Laune bei vermeintlich ‚schlechtem‘ Wetter haben? Wenn ich im Regen die Kühe hole, soll ich auch noch wütend auf das Wetter werden? Ich habe eh schon genug Arbeit, da kann ich mir schlechte Laune über das ‚schlechte‘ Wetter nun wahrlich nicht auch noch leisten. Außerdem, was ist eigentlich so schlecht daran wenn es regnet? Ok, ich muss mir Regenklamotten anziehen, das braucht natürlich mehr Zeit. Aber solange ich nicht friere und mir somit eine Erkältung hole ist doch alles gut. Ja, es gibt sie, die Arbeiten die nicht so viel Spaß machen bei Regen. Stacheldraht braucht reißfeste Kleidung und Regenklamotten mit Loch erfüllen auch nicht mehr ihren Zweck. Und Zäunen im Allgemeinen sollte bei Gewitter auch tunlichst unterlassen werden!

Woher kommt das nun also, dass im Volksmund mit Regen schnell das Wort ‚schlecht‘ verbunden wird? Für den Bauern ist es natürlich schlecht wenn es ihm ins gerade trockene Heu regnet.

Aber es werden Fahrradtouren abgesagt oder Treffen verschoben, nur weil die Wetter-App ‚schlechtes‘ Wetter voraussagt.

Ich finde es gerade schön wenn es regnet, ich draußen alle Arbeiten erledigt habe, die nassen Klamotten vor dem warmen Ofen hängen kann und es mir mit einem warmen Kakao gemütlich machen kann. Es gibt so schöne Sachen die ich mit ‚schlechtem‘ Wetter verbinde (Alpensalamander, grünes Frisches Gras, der Bach der auf unserer Weide bei viel Regen entsteht, Regenbogen…), dass auch aus dem ‚schlechtem‘ Wetter inzwischen ein ‚schönes‘ Wetter geworden ist. Es macht mir nichts aus morgens um 5 aufzustehen wenn der Wind die Regentropfen gegen das Fenster peitscht und es so richtig ungemütlich ist, denn wenn ich wieder ins trockene komme, machen wir es uns umso gemütlicher.

Lea Kluge
26. August 2018 - 17:42
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Kommentare

1 Kommentare

Tine
02. September 2018
11:07 Uhr

DANKE für dieses schöne Pladoyer auf das sogenannte schlechte Regenwetter