Oberstockenalp

Greifen nach den Sternen

Hast du schon einmal in den Sternenhimmel geschaut und dich klein gefühlt? Dieses Gefühl habe ich jedes mal, wenn ich meinen Blick auf den Himmel richte und dort schon nur einen Stern sehe. Ich wohne weder im Winter noch im Sommer in der Stadt, deshalb kann ich – bei klarem Wetter zumindest – die Sterne in der Nacht sehen. Glücklicherweise sind wir auf der Oberstockenalp recht gut von der Lichtverschmutzung geschützt (siehe Bild in der Galerie, der Rote Punkt ist die Oberstockenalp). Nichts ist jedoch vergleichbar mit dem Anblick Mitte August, wenn die Meteoritenströme der Perseiden den Nachthimmel in ein wahres Spektakel verwandeln. 

 

Jedes Jahr hoffe ich, dass das Wetter gut und der Himmel frei von Wolken ist, damit man auch sicher die Sternschnuppen bewundern kann. Dieses Jahr hatten wir Glück: keine einzige Wolke war am Himmel. Etwa ab 11 Uhr Abends, wenn es wirklich eingedunkelt hat, sieht man im Minuten-, manchmal sogar im Sekundentakt Sternschnuppen. Manchmal hat man nicht mal genug Zeit für alle Wünsche ;). Weil es zu dieser Zeit draussen auch so spät noch warm war, haben Ruedi, Sarah und ich beschlossen, draussen zu übernachten. Schnell Matratzen und Militärdecken hervornehmen, umziehen und hinlegen. Auch wenn einige von uns am nächsten morgen wieder früh raus mussten, haben wir noch lange den Himmel beobachtet und sind langsam zum idyllischen Glockenbimmeln der Kühe eingeschlafen.

 

Als Hobbyfotografin habe ich mich auch an der Sternefotografie versucht. Einige Ergebnisse sind in der Galerie zu bewundern (am besten die Helligkeit des Geräts beim anschauen auf die höchste Stufe stellen). Hier nun eine kurze Beschreibung, wie die Bilder entstanden sind:

Als erstes braucht man natürlich die geeignete Ausrüstung, nur mit der Smartphonekamera wird es schwierig, solche Bilder hinzukriegen. Ich besitze eine Spiegelreflexkamera mit Stativ. Das Wichtigste an der Ausrüstung ist jedoch das Objektiv. Es muss weitwinklig sein, also eine kleine Brennweite haben, und dazu möglichst lichtstark (tiefe Blendenzahl) sein. 

Das Bild mit der Sternschnuppe über dem Cheibehore ist ein wahrer Glückstreffer: Ich habe die Kamera über Nacht draussen gelassen und sie alle 10 Minuten ein Bild machen lassen. Wie gross ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass bei 5 Sekunden Belichtungszeit genau dort eine Sternschnuppe hinuntersaust? 

 

Bis bald beim Sternengucken auf der Oberstockenalp

Livia

Vreni und Werner Bühler
22. Septembre 2018 - 12:45
0

Commentaires