Alpe Formazzora

Herbst auf Formazzora

Carissimi

Da sitze ich nun im warmen Büro. Hinter mir knistert der Holzofen und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich „La Froda“, unseren Wasserfall, der bei diesem Regen tost und tobt. Meine Gedanken gehen Richtung Formazzora. Ob es da wohl schon schneit? Sicherlich sind die Murmeltiere schon am schnarchen, die Disteln ausgetrocknet, die Lärchen ohne Nadeln und das schöne silbrige Moos am Boden. Und dann die Tannzapfen, mammamia, dieses Jahr sind es sooo viele. Cristiano’s Onkel, der Zio Beppie, pflegte immer zu sagen: „Viele Tannzapfen, viel Schnee“. Mal sehen, ob diese Tessiner Bauernregel auch für diesen Winter zutrifft.

Wenn man mit einem Bauern verheiratet ist, lernt man, mit den Jahreszeiten zu leben. Und man lernt, diese zu schätzen und zu geniessen. Die daraus resultierenden, eigenen Produkte sind folglich unser ganzer Stolz. Und vielleicht können Sie nun nachvollziehen, wieso ich so gerne für die Alpe Formazzora schreibe, wieso ich so stolz auf das Personal, die Boggesi und die ganze Alp bin. So, bevor ich nun noch sentimental werde,  gehe ich „la merenda“ (das Zvieri) zubereiten, unser Sohn und seine Freundin kommen nämlich. Ich werde ihnen heisse Maroni, ein tolles Stück „Lardo“ (Speck/Schmalz), einen wunderbaren Irish-Afternoon-Tea und natürlich ein grosses Stück Formazzora auftischen. Was will man mehr? Ich jedenfalls bin happy und werde diesen trüben Herbst-Tag aus vollen Zügen geniessen.

PS. Habe soeben ein SMS bekommen: es schneit auf Formazzora!!!

Regula Colombo
28. Octobre 2018 - 17:09
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Commentaires

1 Commentaires

Ariel Cirillo (non vérifié)
06. Novembre 2018
15:56 Uhr

CIao Regula, piacere. Io sono di Argentina, e ho il pasaporte Italiano, voleve sapere si che la posibilitá di lavorare ne li alpi e conocere come si fa il formaggio. Grazzie